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Historische Tempel

Coordinates: 37.970076, 23.720277

Kirche Agios Demetrios Lumpardiaris (Heiliger Demetrios) Lumpardiaris

In einer einzigartigen grünen Landschaft auf dem Fuß des Hügels Philopappou steht die Kirche Agios Demetrios Lumpardiaris (Heiliger Demetrios).

Es handelt sich um eine Kirche mit einheitlichem Raum und Kuppel die von der Türkenherrschaft datiert.

Nach der Tradition möchte Aga Yusuf im Jahr 1658 am Gedenktagvorabend Heiligen Demetrios  die Propyläen von Akropolis und die Gläubigen mit einer Kanone („Lumparda“) sprengen. Sein Plan aber wurde vereitelt, als ein Blitz des plötzlichen Gewitters das Pulvermagazin in Akropolis sprengte und auch ihn tötete. Aus diesem Sprengungsversuch durch „Lumparda“ bekam die Kirche den Namen „Lumpardiaris“.

Zur Kirche führt ein schöner gefliester Fußweg, der von dem bekannten Architekten D. Pikionis (1887-1968) gebaut wurde.

Die Erhaltungsarbeiten des Jahres 1955 wurden auch von Pikionis erledigt. Er verkleidete von außen das Monument mit Marmor- und Keramikdekorationselementen und entfernte die neuesten Fresken. Dadurch wurden die älteren Fresken des 18.Jhs aufgedeckt. An der gebauten Ikonenwand ist das Kontakion der Kircheneinweihung geschrieben.

Wegen der schönen Landschaft der Kirche verheiraten sich hier viele Paare. 

Agios Dimitrios, Loubardiaris

 

In einer grünen Gegend, an den Straßen Dionysiou Areopagitou und Apostolou Pavlou, am Fuße des Hügels Philopappos, neben den Überresten des "Dipylon über den Toren", d. h. dem südlichen Tor des Diateichisma, der von den Athenern im vierten Viertel des 4. Jahrhunderts v. Chr. zur Verteidigung gegen die Makedonier errichteten Stadtmauer, befindet sich an der nordwestlichen Seite der Mauer die beeindruckende Kapelle des Agios Demetrios, bekannt als "Loubardiaris" oder "Bombardier".

Nach einer historischen Überlieferung, die von Dimitrios Kaburoglou gerettet wird, feierten die Christen auch in den Jahren der osmanischen Besatzung das Gedenken an den Heiligen Demetrios mit Ehrfurcht. Im Oktober 1658 plante der damalige Athener Agas Yusuf, die Kirche und die zum Fest versammelte Gemeinde von den Propyläen der Akropolis aus mit einem Loubard, d. h. einer großen Kanone, zu beschießen. Seine Pläne wurden vereitelt, als ein Gewitter aufzog und ein Blitz das Pulvermagazin der Propyläen-Artillerie in die Luft sprengte, was den Tod des Agas und seiner Familie zur Folge hatte. Seitdem trägt die Kirche den Spitznamen "Loubardiaris". 

Es herrscht keine Einigkeit darüber, wann die Kirche erbaut wurde. Eine Version besagt, dass die Kirche während der türkischen Besatzung erbaut wurde, andere Gelehrte datieren den Kirchenbau  in das 9. Jh. Was sicher ist, ist, dass die Kirche im Laufe der Zeit vielen Veränderungen unterzogen wurde.  

Es handelt sich um eine gewölbte, einschiffige Basilika. Sie hat zwei Blindbögen an der Nord- und Südwand und zwei weitere Querbögen, die das mit Steinplatten gedeckte, halbrunde Dach tragen. Später wurde die Kirche nach Westen hin erweitert. In ihrer heutigen Form ist die Kirche ein Gebäude aus dem 20. Jahrhundert. 1955 wurden von dem Architekten Dimitrios Pikionis Restaurierungs- und Konservierungsarbeiten durchgeführt. Pikionis arbeitete auch an der äußeren Form von St. Demetrios. Er verzierte die Außenwände mit geometrischen Mustern, die aus einer Mischung aus verschiedenen Marmor- und Keramikfragmenten bestehen.  

Im Jahr 1987 wurde mit der Reinigung und Konservierung der Fresken begonnen, die 1992 abgeschlossen wurde. Während der Arbeiten wurde in der Ikonostase die Inschrift vom 13. September, d.h. das Kontakion der Kirchenweihung, in byzantinischen Buchstaben freigelegt: DIE KIRCHE HAT SICH ALS EIN HIMMEL VOLLER LICHT ERHOBEN, DER DIE GLÄUBIGEN ERLEUCHTET, WO WIR RUFEN: 'RETTE DIESES HAUS, O HERR'. 

Die Illustration der Kirche ist auf 1735 datiert. An mehreren Stellen sind die Fresken lückenhaft und nicht in gutem Zustand erhalten. Auf der rechten Seite der Ikonostase sind Jesus Christus, Johannes der Täufer, der heilige Spyridon und die Athener Brüder Sophronius und Barnabas abgebildet. Auf der linken Seite sieht man in einem Bogen die Jungfrau Maria und den heiligen Demetrius, den Myrrhenbringer. 

Der Altar stützt sich auf eine antike Säule, während sich zwei weitere Säulen im Hof des Haupteingangs befinden. Auf einer der Säulen steht in großen Reliefbuchstaben geschrieben: "VERENIKI ISIDORI ISIDOROU MILLISIA MANANDROS AITHALIDOU GYNE" und auf der anderen Säule: "PA(...)AS DEMARCHOU  PALLENEOS GYNE".

Informationen

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Datierung: 
Zeit der Türkenherrschaft

Periode: 
Postbyzantinische Periode

Erzbistum: 
Erzbistum AthenAußenlink

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